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In Eigeninitiative einen Carport bauen

Mai 23rd, 2009 · No Comments

Selbst einen Carport bauen zu wollen, ist gar nicht so schwer, wie viele Menschen sich das vorstellen. Wer sich für einen Carport entschieden hat, der wird es mit Sicherheit nicht bereuen. Mit einem solchen Unterstand ist das Auto vor Sonne, Regen, Schnee und Stürmen geschützt. Das Einzige, was man benötigt, ist ein Carport Bausatz, handwerkliches Geschick sowie ein paar kräftige Helfer zur Unterstützung. Beim Carport bauen sollte man Schritt für Schritt vorgehen.

Bevor man mit der Montage des Carports beginnen kann, muss man die Pfostenschuhe ausrichten. Zuerst wird das Einmessen der H-Anker vorgenommen. Mit der straff eingespannten Richtschnur wird die obere Kante der späteren Klinkerfläche markiert. Im nächsten Schritt werden die H-Anker mit der Wasserwaage ausgerichtet, sollten noch Abweichungen vorhanden sein, dann können diese mit Hilfe eines Hammers korrigiert werden. Als nächstes muss der Beton, hierbei verwendet man am besten den Hammer, fest angedrückt werden. Somit können keine Hohlräume entstehen. Jetzt müssen noch die Anstände und die Höhe überprüft werden.

Bei den H-Ankern ist der obere Bereich manchmal leicht nach innen gebogen, darauf sollte man achten, wenn man die Wasserwaage anlegt und auf jeden Fall mit einbeziehen beim Ausrichten. Ansonsten können sich die Pfosten zur falschen Seite neigen.

Jetzt kann es zum eigentlichen Carport bauen gehen. Die Pfosten werden nun in die Anker gesetzt und ausgerichtet. Zur Fixierung sollte man Schrauben oder Zwingen einsetzen. Dann wird nachgemessen und notfalls werden die inneren Abstände der Pfosten korrigiert. Ebenfalls werden die beiden aufgelegten Pfetten provisorisch fixiert. Die Pfosten müssen vor dem Bohren mit der Wasserwaage exakt ausgerichtet werden. Dafür kann wieder der Hammer zur Hilfe genommen werden. Die Pfosten und Pfetten müssen dann mit einem Holzbohrer durchgebohrt werden. Anschließend werden Schlossschrauben und Sechskantmuttern verschraubt. Das Ganze wieder mit der Wasserwaage überprüfen. Zunächst wird die Schraube zur Fixierung nur auf einer Seite entfernt. Dann wird wieder vorgebohrt, nun die Schlossschraube in die Bohrung stecken und jetzt die andere Seite durchbohren. Jetzt sollte man unbedingt zu zweit die Schlossschraube mit Hilfe eines Steckschlüssels festdrehen. Hat man diese ganzen Schritte erfolgreich bewältigt, so ist der Grundaufbau erledigt.

Nun geht es an die Kopfbänder, diese sollten an den Ecken des Carports versetzt mit zwei unterschiedlich langen Schrauben befestigt werden. Für die Montage der Dachbinder sollte erst einmal ein Giebeldreieck gebaut und mit den vorgefertigten Querstreben, mit Hilfe von Schraubzwingen, verbunden werden. Mit einem Winkeleisen ist dann alles auszurichten. An den Sparren werden je zwei Mittel- und Randlaschen auf beiden Seiten befestigt. Hierfür eignen sich Drahtstifte. Die Dachbinder lassen sich schnell auf einem Holzbock anfertigen. Bei den äußeren Dachbindern müssen zusätzlich Giebelelemente von hinten verschraubt werden. Die Giebelelemente werden mit Winkeleisen auf den Pfetten verschraubt. Auf diesen Winkeleisen müssen nun die übrigen Dachbinder verschraubt werden. Zur Justierung der Abstände für die Seitenteile kann man ein Winkeleisen und einen Dachbinder zu Hilfe nehmen.

Die Dachschalbretter müssen von oben mit Feder und Nut ausgelegt werden. Jetzt werden sie zusammen geschoben, so dass sie randbündig liegen und werden angenagelt. Mit einem Trennschleifer entfernt man von den Schlossschrauben die Überstände. Bevor die Dacheindeckung angebracht wird, sollte eine Baufolie auf der Schalung angebracht werden. Somit ist diese vor Nässe geschützt. Hat man sich für einen Carport mit einem Geräteraum entschlossen, dann werden jetzt die Wände mit U-Profilen an den sich gegenüber liegenden Pfosten befestigt, allerdings auch nur erst einmal zur Fixierung. Jetzt kann die erste Bohle der Wand mit einem U-Profil verschraubt werden. Nun wird man die restlichen Wandbohlen zusammen stecken, dafür verwendet man ein Montageholz und einen Gummihammer. Somit sind die Seitenwände und die Rückwand schnell geschlossen und der Geräteraum ist fertig. Zur Stabilisierung der Rückwand befestigt man an der obersten Bohle ein U-Profil. Hierbei muss die Nut der Wandbohle entfernt werden und die Bohle und das Profil können miteinander verschraubt werden. Im Normalfall kann der Einbau der Tür sowohl rechts oder auch links erfolgen, hier kommt es nur auf den jeweiligen Hersteller an. Man kann sehen, ein Carport bauen gestaltet sich gar nicht so schwierig.